Eine Schule der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel

„Mendener Winter“ – Die Walburgisschulen waren dabei

Mit selbstgebastelten Produkten war die Schulgemeinschaft beim „Mendener Winter“ vertreten und machte Werbung für das geplante Amphitheater. (Foto: Wiemann/SMMP)

Am vergangenen Sonntag von 11 bis 18 Uhr präsentierten sich die Walburgisschulen mit einer Hütte auf dem „Mendener Winter“. Damit wurde unser Amphitheater-Projekt der Mendener Öffentlichkeit vorgestellt und dafür geworben. In den letzten Wochen wurde in den Klassen, aber auch zu Hause und mit Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer von WBG/WBR fleißig gebastelt, gewerkelt und gebacken – entstanden ist viel Schönes, das nun zum Verkauf angeboten wurde: Holzarbeiten, weihnachtliche Grußkarten, Kerzen, Plätzchen und vieles mehr. Der Erlös unterstützt die Finanzierung des Amphitheater-Projekts, das im nächsten Jahr verwirklicht werden soll.
Wir haben uns über die zahlreichen Besucher und Besucherinnen gefreut.

Augen Auf! goes Berlin

„Vergesst nicht, was geschehen ist, es darf sich nicht wiederholen!“

Auf der Tribüne des Plenarsaals. (Foto: M. Schmitz/SMMP)
Auf der Tribüne des Plenarsaals. (Foto: M. Schmitz/SMMP)

Am 18. und 19. November erreichte die diesjährige „Augen Auf! Für Menden“-Aktion ihren Höhepunkt. Nachdem am 9. November die von den weiterführenden Schulen in Menden erstellten Kunstwerke unter dem Thema „Kontraste erleben“ gewürdigt wurden und bei einer gut besuchten Veranstaltung an die Reichspogromnacht erinnert worden war, fand eine Fahrt nach Berlin statt. Sechs Schüler*innen der Walburgisschulen machten sich zusammen mit unserer Schulsozialarbeiterin Frau Schmitz, Vertretern aller Mendener Sekundarschulen und dem Team von „Augen Auf! Für Menden“ auf den Weg. Im Mittelpunkt stand dabei die Begegnung mit Margot Friedländer, welche den Holocaust überlebt hat. Nach einer ereignisreichen Zugfahrt mit einigen Hindernissen kamen dennoch alle gesund und munter in Berlin an. Peter Hoppe, der die diesjährige Aktion bereichernd unterstützt hat, vermittelte uns auf dem Weg zu der Zeitzeugin bereits einige Eindrücke von Berlin, unter anderem die Stolpersteine, die an die Berliner Holocaustopfer erinnern, so wie es auch in Menden in Memoriam an die Mendener Holocaustopfer Stolpersteine gibt. Der anschließende Vortrag von Margot Friedländer war mehr als inspirierend und äußerst herzergreifend. Ihre gesamte Lesung traf alle mitten ins Herz, wir hatten Tränen in den Augen.

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Herzliche Einladung zur Ausstellung »Aber nach hundert Jahren«

Jeannette Obst und Sabine Thielmann wirken als Künstlerinnen mit

Unsere Lehrerinnen Jeannette Obst und Sabine Thielmann bringen sich nicht nur immer wieder aktiv in unser Schulleben ein, sondern wirken auch aktiv in der Mendener Kulturlandschaft mit. Dieses Mal kann man sie im Rahmen der Ausstellung »Aber nach hundert Jahren« erleben. Diese wird am 02.12.2022 um 18 Uhr auf Gut Rödinghausen eröffnet. Sabine Thielmann wird die Vernissage mit Musik und Rezitationen bereichern. 

Sonja Heller, Anno Weihs und Jeannette Obst haben die Ausstellung anlässlich des 225. Geburtstags von Annette von Droste-Hülshoff in diesem Jahr erarbeitet und werden diese auf Gut Rödinghausen zeigen. Die Dichterin hielt sich dort zeitweise für einige Monate bei ihren Verwandten auf. Ihre Erlebnisse und Beschreibungen der Umgebung ließ sie später in ihr Werk einfließen. Im Industriemuseum wurde ihr deshalb auch ein Raum gewidmet. 

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„Augen auf! Für Menden!“ – Gedenken an die Reichspogromnacht: „Kontraste erleben“

Gestern noch eine prachtvolle Synagoge,
heute eine Brandruine.
Gestern noch kostbare Thorarollen,
heute Schutt und Asche.
Gestern noch ein Schaufenster,
heute zersplittertes Glas.
Gestern noch ein Mitbürger,
heute ein „Volksfeind“. 
Krasse Kontraste!

Das Kunstprojekt der Walburgisschulen. (Foto: S.Schmidt/SMMP)

Mit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 begann die offene, systematische Judenverfolgung, die in der großen Katastrophe, der Schoah endete. Aus Leben wurde Tod. Elie Wiesel, ein Holocaust-Überlebender, sagte einmal: „Der Gegensatz von Liebe ist nicht Hass. Der Gegensatz von Hoffnung ist nicht Verzweiflung. […] Und der Gegensatz von erinnern ist nicht vergessen, sondern es ist […] jedes Mal die Gleichgültigkeit.“ Wir wollen zeigen, dass wir der Geschichte nicht gleichgültig gegenüberstehen. 
(Worte aus dem Gedenkgottesdienst)

Die Aktion „Augen auf!“ stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Kontraste erleben“. Um 17.00 Uhr fand in der Vincenzkirche ein Gedenkgottesdienst statt, den die Walburgisschulen vorbereitet und gestaltet hatten. Ein Element lud alle Teilnehmenden ein, aus sieben Bibelzitaten, in denen es inhaltlich um Kontraste ging, ihren Favoriten auszuwählen, indem sie eine Kerze dorthin stellten.

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„Wenn man vergisst, verliert man etwas“

Der Zusatzkurs Geschichte erinnert an die Reichspogromnacht

Julia und Philip helfen den Grundschülern beim Befestigen der gebastelten Friedensbotschaften. (Foto: Lambert/SMMP)

Grundschülerinnen und Grundschüler der vierten Klasse besuchten uns am Freitag für einen Stationenlauf auf dem Schulgelände und im Stadtgebiet

Insgesamt 50 Kinder der Albert-Schweitzer-Grundschule, Josefschule Menden und Gemeinschaftsgrundschule Platte Heide besuchten am Freitag die Walburgisschulen, um sich bei einem Stationenlauf des Geschichtskurses des Abiturjahrgangs unter der Leitung von Herrn Lambert intensiv mit den Hintergründen der Reichspogromnacht auseinanderzusetzen.

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