Eine Schule der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel

Projektunterricht

Ein Unterrichtsformat im Rahmen des schülerorientierten, selbstregulierten Lernens und Arbeitens
Ab dem Schuljahr 2023/24 ist der Projektunterricht an unseren Schulen curricular fest verankert. Das Ziel: Eine breite Palette an Lernchancen, die den bisherigen unterrichtlichen Rahmen erweitert.

Was ist Projektunterricht?
Der Projektunterricht ist eine Lehr- und Lernmethode, bei der Schülerinnen und Schüler wahlweise individuell oder in kleinen Gruppen an praxisnahen, authentischen Projekten arbeiten. Dabei stehen die Eigenverantwortung, Kreativität und Teamarbeit im Mittelpunkt. Die Projekte werden in der Regel über einen längeren Zeitraum im Rahmen curricular angebundener Unterrichtsvorhaben durchgeführt und bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, tiefer in ein Thema einzutauchen, eigene Lösungsansätze zu entwickeln und in diesem Rahmen individuelle Fähigkeiten und Interessen einzubringen.

(Schaubild: Clases/SMMP)
(Schaubild: Clases/SMMP)

Potential des Projektunterrichts
Durch die selbstgesteuerte Arbeitsweise haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, gemäß ihrem individuellen Lerntempo und auf Basis eigener Interessen und Schwerpunktsetzung zu arbeiten. Sie lernen, eigenständig zu recherchieren, Probleme zu identifizieren, Lösungen zu finden und ihr Wissen in einer praktischen Umgebung mit lebensweltlichem Bezug anzuwenden. Dabei werden Ergebnisse unter Berücksichtigung der methodischen Arbeitswege angeleitet reflektiert. Gleichzeitig fördert der Projektunterricht wichtige Schlüsselqualifikationen wie Teamarbeit, Kommunikation, Zeitmanagement und Problemlösungskompetenz. Das pädagogische Prinzip des Projektunterrichts fördert nicht nur das Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge, sondern ermöglicht den Schülern auch, ihre Fähigkeiten und Talente in einem größeren Kontext einzusetzen.

Mit dem Baustein des Projektunterrichts legen wir ab dem Schuljahr 2023/2024 einen weiteren methodischen Schwerpunkt auf schülerorientiertes, selbstgesteuertes Lernen, das die Kreativität, Kooperation und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler fördert.

EF-Kurs Französisch entwickelt ein eigenes Lehrwerk für die 8.Klasse

Les découvertes de FrançoisMit dem Faultier die Grammatik wiederholen

Der EF-Kurs präsentiert stolz das eigene Lehrwerk. (Foto: C. Scholz/SMMP)

Grammatik? Da kennen wir uns aus! – Das dachten sich die Schülerinnen und Schüler des EF-Kurses Französisch von Herrn Kropp und wollten zum Ende des Schuljahres einmal kreativ damit umgehen. Also haben sie in den letzten Wochen unter der Koordination ihres Lehrers „einfach mal“ ein eigenes Lehrwerk entwickelt, in dem die Grammatikbereiche der 8. Klasse ganz anders als im eigentlichen Lehrwerk gruppiert und vermittelt werden.

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Regen-Projekt der Klasse 6c

(Foto: Marc Niemeyer)

Am vergangenen Freitag wurde nicht nur das Walburgafest gefeiert, die Klasse 6c hatte am Nachmittag auch zu ihrer Präsentation des Regen-Projekts eingeladen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor in den Fächern Kunst, Musik und Deutsch intensiv mit dem Thema Regen beschäftigt. Unter der Leitung von Frau Obst, Frau Diris und Herrn Becker wurden nun die Ergebnisse der eigenen Arbeit in der gut gefüllten Aula präsentiert. Hier gab es Gesang, Tanz, Bilder, Schauspiel, ein Regen-Kino, einen virtuellen Museumsrundgang und einiges mehr, wobei hier die einzelnen Bestandteile häufig zusammenwirken konnten. Die Beleuchtung einer Tanzchoreografie bestand dann zum Beispiel aus selbst erstellten Regen- und Gewitter-Bildern. Am Schluss gab es dafür Applaus, und zwar nicht zu knapp!
Es folgen ein paar Impressionen in Form einer Galerie:

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„Wenn man vergisst, verliert man etwas“

Der Zusatzkurs Geschichte erinnert an die Reichspogromnacht

Julia und Philip helfen den Grundschülern beim Befestigen der gebastelten Friedensbotschaften. (Foto: Lambert/SMMP)

Grundschülerinnen und Grundschüler der vierten Klasse besuchten uns am Freitag für einen Stationenlauf auf dem Schulgelände und im Stadtgebiet

Insgesamt 50 Kinder der Albert-Schweitzer-Grundschule, Josefschule Menden und Gemeinschaftsgrundschule Platte Heide besuchten am Freitag die Walburgisschulen, um sich bei einem Stationenlauf des Geschichtskurses des Abiturjahrgangs unter der Leitung von Herrn Lambert intensiv mit den Hintergründen der Reichspogromnacht auseinanderzusetzen.

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„Wir sind alle wertvoll“

Angehende Abiturienten arbeiten mit Grundschülern dreier Grundschulen die Ereignisse der Reichspogromnacht auf

Der Zusatzkurs Geschichte des Walburgisgymnasiums führte einen historischen Stationenlauf durch – und ließ dabei die Gegenwart nicht aus dem Blick.

Nach der Zwangsunterbrechung durch Corona durfte der Projekttag zum Gedenken an die Reichspogromnacht dieses Jahr wieder stattfinden. Am 4.11. begrüßte das Walburgisgymnasium jeweils 15 Schülerinnen und Schüler des vierten Schuljahres der Josefschule Menden, Josefschule Lendringsen und der Gemeinschaftsgrundschule Platte Heide.

Engagierte Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler trafen an diesem Tag auf hochinteressierte und aufmerksame Grundschüler. Zwar hatte Herr Lambert als Kursleiter den Rahmen vorgegeben, aber die Stationen wurden von den Jugendlichen selbst ausgefüllt und der zeitliche Ablauf von einem eigenen Organisationsteam geplant. Jede Gruppe von Grundschülern wurde auch von Schülern aus dem Kurs betreut. Nach einer Begrüßung in der Schulkapelle machten sich die Gruppen der Grundschulen auf den Weg: Während an den Außenstationen eine Gruppe die Symbolik und Geschichte des jüdischen Friedhofs bei einer Symbolsuche kennenlernte und anschließend Laub harken durfte, wurde eine weitere Gruppe mit Hilfe einer selbsterstellten Bildergeschichte und einer Spurensuche mit den Geschehnissen während der Reichspogromnacht in Menden und den Folgen der Ausgrenzung jüdischer Mitbürger für die Familien Leven und Mendel konfrontiert. Die dritte Gruppe besuchte derweil die Stolpersteine, die auf weitere Schicksale jüdischer Mitmenschen in der NS-Zeit aufmerksam machen.

Die Friedhofsgruppe hatte ein aufwändiges Rätsel gebastelt, das für großes Interesse sorgte. (Foto: Lambert/SMMP)
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