Kunst: ADVENTASTICS 2011

ADVENTASTICS – Rauminstallationen der Klasse 8c (2011)

Foto: WBG/Obst

"An einem Unort soll auf etwas aufmerksam gemacht werden, was gerade an Weihnachten durch den Rummel um den Kauf von Geschenken in Vergessenheit geraten ist: Dass wir unsere Herzen für andere Menschen öffnen und etwas von unserem Herzen geben sollen." (Foto: WBG/Obst)

Aus vielen unterschiedlichen Einfällen, die die Schüler dieses Jahr hatten, wurde schnell das Thema „ungewöhnliche Adventsdekorationen“ ausgewählt. Nachdem eine Schülerin während der Diskussionen die Toiletten als ungewöhnlichen Ort für eine adventliche Dekoration vorgeschlagen hatte, gab es kein Halten mehr.

Sinn von Weihnachten statt kitschige Adventskultur

Die Idee war, auf das Verschwinden des eigentlichen Sinns von Weihnachten unter überladenen, kitschigen Dekorationen an den unmöglichsten Orten und in größten Mengen sowie auf den sinnentleerten Kommerz allenthalben aufmerksam zu machen.

Mit dieser Idee und ihrer Kritik an der weltlichen Adventskultur befanden sich die Schülerinnen und Schüler in guter Gesellschaft, schließlich hatte der Künstler Hans-Peter Feldmann ein ähnlichens Projekt anlässlich der Skulpturprojekte Münster 2007 umgesetzt: Er hatte öffentliche Toiletten zu „Kulturtoiletten“ umgebaut (http://www.skulptur-projekte.de/kuenstler/feldmann/).

Unterrichtsprojekt im Advent

Für das Adventsprojekt stand in diesem Jahr so wenig Zeit wie nie zuvor zur Verfügung: nur zwei Doppelstunden, in denen jede Gruppe sich mit Kunst im öffentlichen Raum auseinandersetzen, ein Konzept entwickeln, die Umsetzung vorbereiten und die Montage der Installationen vornehmen musste.

Einige Ergebnisse sind hier zu sehen: künstlerische Impulse, die wirklich gelungen sind.

Jeannette Obst

Foto: WBG/Obst

„Als erstes sehen wir morgens in diesem Gebäude die Heizung, die wir hässlich finden. Sie soll mit einer sparsamen adventlichen Dekoration, die nicht wie oft üblich aufwendig und übertrieben ist, aufgewertet werden und damit gleichzeitig auf die Adventszeit als „warme“ Zeit aufmerksam machen.“

 

 

 

Foto:WBG/Obst

„Die Weihnachtsdekoration ist zwar schön, oft aber zu viel. Mit der übertriebenen Dekoration des Vogelhäuschens wollten wir auf dieses Problem aufmerksam machen.“

 

 

 

 

 

Foto:WBG/Obst„Der Fahrstuhl wird wenig genutzt und beachtet, nur von dem, der mit ihm fährt. Er ist ein unweihnachtlicher Ort. Eine übertriebene Dekoration an der Decke („Weihnachtshimmel“) der Fahrstuhlkabine soll ihn aufwerten, damit man diesen Ort anders wahrnimmt.“

Foto: WBG/Obst

 

 

 

 

„In den Entwicklungsländern (auch an den Orten der Weihnachtsgeschichte) herrscht Wasserknappheit. Wir leben im Überfluss und verschwenden Wasser, während es anderswo fehlt. Außerdem verschmutzen wir die Umwelt mit unserem Plastikmüll. Wasser ist kostbar und lebensnotwendig, deswegen dekorieren wir einen Baum mit Wasserflaschen.“

 

 

Foto: WBG/Obst„Der Durchgang zwischen den Aula-Türen ist dunkel und ungemütlich, aber man muss durch ihn hindurch, wenn man in der Aula z. B. eine Arbeit schreiben muss. Dunkelheit im Raum (und vielleicht auch im Gehirn) soll Be- und Erleuchtung mit Lichterketten bekommen. Man kann kurz vor der Arbeit noch eine kleine Auszeit nehmen.“

 

 

 

 

 

 

Foto: WBG/Obst„Adventliche Dekoration wird heutzutage übertrieben, Kommerz und Konsum statt des eigentlichen Sinns von Weihnachten stehen im Vordergrund. Darauf soll die adventliche Dekoration eines Ortes, an dem normalerweise nicht dekoriert wird, hinweisen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: WBG/Obst„An der Milchbar wird immer gedrängelt. Der Einkaufsstress soll durch die Gestaltung einer adventlichen Atmosphäre mit einer unüblichen Adventsdekoration entspannter erlebt werden können.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:WBG/Obst„Die Mülleimer sind wichtig, aber werden nicht gerne oder nur unachtsam benutzt. Eine weihnachtliche (wasserfeste) Dekoration soll zur Benutzung des Mülleimers einladen.“

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